Donnerstag, 12. März 2020

Zugfahrt nach Nha Trang oder: Kann uns jemand mal russisch beibringen!?


Mittwoch, 11.03.2020   Tag 4:  Anreise nach Nha Trang

"Good Mornin Vietnaaam!" 08.45 Uhr, Sylvie und Ich sitzen im Zug nach Nha Trang...

Alles hat geklappt, ein frühes Frühstück um 7.00, checkout im "Family Hotel Ananas" in dem die Hotelangestellten, genauso wenig englisch können wie wir vietnamesisch... 😊 aber trotzdem waren Sie sehr freundlich und hilfsbereit. Der Taxifahrer der uns zum Zug fuhr, war zwar langsam aber korrekt und brachte uns in 10 Minuten zur Bahnstation (Ga Sài Gòn) und das ist schließlich die Hauptsache, wir fuhren ja rechtzeitig genug los... Unser Zug wartete bereits im Bahnhof, das Einsteige- und Kartenkontrollier-Prozedere war einfach (nur das Handy mit dem Barcorde drauf reichte aus, keine Pässe (schon gar nicht Corona Kontrollen!!) So kann Sozialismus also auch sein, unkompliziert, wie bisher alles was wir erlebten...


 (Warten auf die Fahrgäste...)

"Ach da kommen die feinen Herrschaften ja endlich"
Nach pünktlicher Abfahrt sind wir nun raus aus ...Sài Gòn

 
und unterwegs im Lande vorbei an verschiedenen Stationen 

 Und immer schön die Durchfahrtsfahne zeigen, dass die Strecke frei ist, denn wir hatten meist nur das Eine Gleis!
Der Zug ruckelt und wackelt schön durch die Gegend (deshalb auch 7-8 Stunden Fahrtzeit) 
aber er fährt auch gemütlich über die flache Ebene.


"The train keeps rollin..."

 Hier und da mal ein Stop in irgendwelchen   kleinen Stationen mal zwischendurch,
 an denen immer wieder mal Einheimische   dazukamen, wenig Touris, die waren bereits   alle im Zug seit Sài Gòn.















Schön wenn an den Schlagbäumen, alle auf "uns" warten müssen und erst dann weiterdürfen...wenn der Zug durch ist.


Na... Wer von uns zweien iss wohl schneller....
Auf der Fahrt hatte Ich ausreichend Zeit mich dem bloggen zu widmen, ist ja schließlich Urlaub, also zum Vergnügen, keine Arbeit...wobei ich es mir schon vorstellen könnte so meine Brötchen zu verdienen...und Sylvie so während dessen -voll am filmen...!!  
P.S.: Einer ihrer tollen Video Zusammenschnitte u.a. auch der in dem Wir versuchen zur Bahnstation zu kommen, findet sich hier: 




Im Zug nach Nha Trang uns gegenüber saßen seit dem ersten Halt nach Abfahrt, zwei freundliche Jungs, ein Älterer, ein Jüngerer vielleicht Vater&Sohn ?! und *Paps* schmeisst erstmal seine nackten, schmutzigen, vietnamesischen Füsse gleich auf den Tisch, so ist er halt der gemeine Vietnamese...
Später im Verlauf der Strecke versuchte er noch Sylvie mit seinem großen Zeh an der Nase zu berühren...

Ich konnt's grad noch verhindern...

Die Strecke bis nach Nha Trang soll insgesamt 430 km lang sein und die Fahrt soll 7-8 Std. dauern, was sie auch tat, soviel kann gesagt werden. Wir müssten also gegen 16.00 Uhr ankommen...Bis dahin mussten wir also auch etwas Verpflegung bekommen, zum Glück war ein Speisewagen 'on board'  
den Ich mir natürlich auch mal genauer anschaute, da hielt sich übrigens auch die
 "Mannschaft" auf, machte Pause und klöhnte so rum...

 im Speisewagen dann, der Belegschaft etwas beim Essen zugeschaut und Fotos gemacht, Sie waren so "na ja" begeistert... 

  "Mannschaftstoilette"

 Auf dem Weg in den Speisewagen muss man das Abteil
  wechseln und kommt so in die "Holzklasse" und kann
 schauen wie es sich da so anfühlt... Das "wooden Seats"
 Abteil ist die Preisklasse die hauptsächlich von den locals
 genutzt wird, hier wieder sehr "friendly"

...Kinder , alte Leute, schlafende...typisch einfach halt...Eigentlich dachte Ich da so bei mir "gehören die beiden in unserer Sitzreihe auch hierhin" ... konnten sich aber scheinbar die "Softseater" leisten, das Abteil in dem wir Touris lieber sitzen..dem etwas teureren...


Coronamäßig sind aber alle gut ausgestattet hier und was war das ??! - Mitbringel ?? sah nach etwas Essbarem aus...
Und während dessen, draußen... immer wieder - nur satte Landscape - 

mal mehr grün, 
mal weniger... 

mal mit Wasser 

mal ohne...
Ab 3/4 der Strecke fuhren wir dann am Meer entlang, endlich in greifbarer Nähe!

 ....schön, endlich ! !  
Ankunft in Nha Trang gegen 16.30 Uhr 

- aus dem angenehm kühlen Abteil des Zuges - raus in die 32°C mullige Wärme... der Stadt.

Hier werden wir jetzt die nä. 3 Tage bleiben und mal schaun was wir so unternehmen können.
Der 'Loose' spricht von einigen Touren, die ziemlich touristisch sind aber auch interessante zu Wasserfällen...usw.- aber vielleicht auch nur Strand und Leute,
Wir erzählen's Euch im nächsten Teil des Blogs, 
.... bis dahin "Dosvedanja... Davarisch Germanskiys" - den nächsten Post müsst Ihr glaube Ich mit Google Translater russisch- deutsch übersetzen lassen...😁




  

 So far, see you then... 😉 
*Christian und Sylvie*
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Sài Gòn, der letzte Tag

Dienstag, 10.03.2020 

"Xin chào" aus der Ho-Chi-Minh-Stadt, Wir ließen es am zweiten Tag unserer Reise ruhig angehen (eigentlich ist es ja schon der 3., aber wir zählen nur volle Sachen 😉) ... Frühstück, Morgentoilette... bloggen, Videos schneiden und dann der offizielle Teil nämlich die Weiterreise organisieren.
Zur Wahl stand einen weiteren Tag hier ranzuhängen oder doch am nächsten Morgen wie geplant weiterzumachen...
Wir entschieden uns für letzteres, also wurde über 12GoAsia, eine Zugfahrt nach Nha Trang gebucht.
Nha Trang liegt direkt am Meer und ca. 430 km von Sài Gòn entfernt, trotzdem benötigt der Zug dorthin 7-8 Stunden, also ein ganzer Tagesausflug.

Im Anschluss brauchten wir ja auch noch ein Dach über dem Kopf. Während ich die Asiaten mit meiner Zugbuchung beschäftigte, suchte Sylvie ein passendes Domizil. Sie entschied sich für das 3*** Hotel "EURO STAR", Zimmer mit Meeresblick & Pool auf dem Dach (scheint ihr zu gefallen....) - mir aber auch und die Kosten von 20 € bleiben ja auch im Rahmen, oder ?? Aber was können wir dafür erwarten ?? ( Nun ja ich denke im nächsten Post können wir darüber etwas mehr erzählen.)  

Auf jeden Fall ist das Frühstück inklusive versteht sich... Ach ja und sagte ich bereits dass es  d i r e kt  am Strand ist, also gleich dran am Meer?!, nicht erst laufen und so... Nein, Nein direkt, nur rüber über die Strandpromenande... 😉

Nachdem also dies auch erledigt war konnten wir uns freien Herzens wieder ins Stadtgetümmel, in die MopedMetropole Sài Gòn stürzen. 
Mittlerweile hatte es schon wieder 33 C 👍, soll heißen die Shirts waren schon klebrig bevor wir überhaupt in der Stadt waren.

Da wir ja vom vorherigen Tage noch 1 bis 2 Fahrten "HopOn/HopOff" mit der Bustour frei hatten (24Std. Tickets) gingen wir noch einmal zu einer der Haltepunkte und ließen uns so noch etwas "transportieren", diesmal bis zur Station "3" dieser SightseeingRoute -  dem

"
War Remnants Museum"


 














Ich erspare mir die Adresse oder weitere Angaben, wer wissen will Wo genau es ist googelt es hier:  War Remnants Museum 

In jeder Touri-Karte von Sài Gòn ist es auch enthalten. 

Es ist eines von mehreren zum Thema "KRIEG&Vietnam", dies aber das wohl Größte unBedeutendste.... (by the way Ho-Chi-Minh hat auch mehrere Museen...) 
 

Am Eingang mit dem Wachmann hier vorbei, 
40.000 Dong gezahlt (1,50€) und man ist Innenhof,
links vom Eingang gleich, die "Airborne-Division" / Luftwaffe 


mit dem typischen Hubschrauber der in jedem Vietnam Film vorkommt und eben auch das Haupteinsatzmittel für Transporte war...

Außerdem sind zahlreiche alte "Kriegstrophäen"der US-Amerikaner, der Army und der Airforce hier geparkt...
Erstaunlich dass es auch Panzer ('Tanks') gab... neben "Haubitzen" und Kanonen.
Über die Treppe kommt man dann hinein in das Ausstellungsgebäude... 

Es gibt dort 4 Stockwerke mit teilweise sehr anschaulichen, aber auch sehr grausamen Fotos des Krieges, der Massaker, des Leides und der Opfer mit ihren Verstümmelungen und Wunden zu sehen, also nichts für schwache Gemüter!
 
Das Massaker von "MY LAI" nahm ebenso großen Raum ein. 







Eventuell habe ich vor diesen Ort, der oben an der Küste vor Da Nang liegt zu besichtigen...mal schaun ob's klappt.
 
Innendrinn dann außerdem sehr viel Anschauungsmaterial mit Fotografien, Waffen und anderen Ausstellungsobjekten aus den Vietnam- und Indochinakriegen, wie z.Bsp., Munition und Waffen, 
unzählige Karten und Erklärungen zu dem Kriegshandlungen, den "Strategien und politischen Absichten"
 Einsatz des Entlaubungsmittel "AGENT ORANGE" und anderer hochtoxischer Stoffe, die bis heute teilweise Böden und Wasser verseuchen.

 abgestorbene Bäume ohne Blätter
 
Sehr breiten Raum, gleich im Eingangsbereich im Erdgeschoß nimmt die politische Agitation ein..., verständlicherweise, sehr pathetisch mit der Dauerschleife von John Lennons "Imagine" unterlegt...  
 

Nach gut 1,5 Stunden reichte es mir dann auch, alle Räume hatte ich eh nicht sehen wollen... und draussen saß Sylvie in einer Bar, da Sie wusste das solch eine Ausstellung wohl nicht ihre "Baustelle" ist...und zu ihr musste Ich nun zurück.
Hier hieß es nun erstmal eine anständige Pho zu sich zu nehmen...
 


So gestärkt, machten wir uns danach noch auf den Weg nach "China Town" hier "Chon Lon" heißend. 

Dort versprach ein großer Market verheißungsvolle Angebote...
leider kamen wir schon etwas zu spät, man packte schon wieder ein...


 
Aber im Gedränge der umgebenden Strassen wär Sylvie mir dann  doch fast noch abhandengekommen... 

Da nun schon Sonnenuntergang war (17.30) machten wir uns langsam wieder entlang dem Fluß auf Richtung Heimat. 


 
Am nächsten Tag sollte uns ein Taxi dann zum Sài Gòn, Bahnhof Sài Gòn's fahren, von wo aus unser Zug nach Nha Trang ging, unsere nächste Station. Davon mehr im nächsten Teil - Zugfahrt nach Nha Trang 

So far, see you then... 😉 
*Christian und Sylvie*
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"Corona"... der Anfang und (k)ein Ende...!?!

Februar/März 2020: Da es Ende Februar nur noch wenige Tage bis zu unsere Abreise waren und die weltweiten Corona-Infektionsfälle zunahme...